Vorratshaltung – Die besten Tipps für leckere hausgemachte Liköre

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Leckere hausgemachte Liköre

Was gibt es Schöneres als einen leckeren, hausgemachten Likör? Die Herstellung ist gar nicht so schwer, wie viele Likörfreunde annehmen. Wie Sie dabei am besten vorgehen und welche Details zu beachten sind, erfährst du in dem folgenden Beitrag.

Die meisten hausgemachten Liköre basieren auf einem recht neutralen Alkohol wie etwa Wodka. Die Spirituose bildet eine ideale Grundlage für Liköre, da sie farblos und geschmacklos ist – fast wie eine „leere Leinwand“. Einige der beliebtesten Likörarten wie Kaffee, Amaretto und Irische Sahne basieren auf Wodka.

Dennoch solltest du keine Angst, auch mit Rum, Tequila, Gin, Brandy und Whiskey-Aufgüssen zu experimentieren. Hinzukommen können Essenzen von Kräutern, Gewürzen oder Früchten.

Eine Vielzahl an Rezepten

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, dem Likör Geschmack hinzuzufügen:

  1. Mische aromatisierte Extrakte direkt in den Grundalkohol.
  2. Wähle die Geschmackszutaten in ihrer Rohform und lasse diese tage- oder wochenlang im Alkohol einweichen.

Die Verwendung von Extrakten ist der schnellste Weg, um einen hausgemachten Likör herzustellen. Es gibt einige Fälle (z. B. bei Mandel-Extrakt), in denen dies sogar der beste Weg ist, um den gewünschten Geschmack zu erreichen.

Meist werden Sie jedoch die besten Ergebnisse erzielen, wenn du den Likör langsam mit frischen Zutaten aufgießt. So schmeckt zum Beispiel Zitronen-Likör aus frischen Zitronen bzw. aus Zitronenschale viel besser als etwa aus Zitronen-Extrakt.

Die Verwendung frischer Zutaten ermöglicht es dir auch mehr Abwechslung zu erreichen. Niemand ist dazu in der Lage, eine so große Vielfalt an Extrakten und Essenzen zu finden, wie es sie in Form von natürlichen Früchten und Kräutern sowie Gewürzen gibt.

Übrigens: Das Mischen von Alkohol und aromagebenden Essenzen ist keine exakte Wissenschaft, sondern eher eine Frage des Geschmacks. Füge den Geschmack nach deinen eigenen Vorlieben hinzu – wenn er am Ende zu stark schmeckt, könntest du das Endprodukt jederzeit mit zusätzlichem Zucker, Saft oder Wasser verdünnen.

Dir fehlen die Ideen für den perfekten Geschmack des Likörs?

Hier einige Anregungen:

  • Obst: Orangenschale, Zitronenschale, Kumquats, Preiselbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Kirschen, Pfirsiche, Tortenäpfel, Ananas, Granatapfelkerne, getrocknete Aprikosen oder getrocknete Sauerkirschen. Ganze Früchte sollten in Scheiben geschnitten und/oder zerdrückt werden, damit die Säfte entweichen können und die Flüssigkeit mit so viel Oberfläche wie möglich in Kontakt kommen kann. Lasse das Ganze einwirken, um einen maximalen Geschmack zu erzielen.
  • Kräuter und Gewürze: Vanilleschoten, Koriandersamen, Pfefferkörner, scharfe Chilis, Zitronengras, Zimtstangen, Nelken, Muskatnüsse, ganze Kaffeebohnen, Dill, Thymian, Basilikum, Estragon, Rosmarin oder sogar Knoblauch. Sei sparsam mit den Gewürznelken und der Muskatnuss: Zu viel von diesen Inhaltsstoffen kann zu einer betäubenden Wirkung im Mund führen!

Versuche ein paar verschiedene Geschmacksrichtungen in derselben Charge zu kombinieren: Wie wäre es mit Apfel-Zimt, Chill-Lemongras, Zitrone-Tarragon, Orange-Cranberry oder Himbeer-Vanille? Versuche jedoch nicht, zu viele verschiedene Dinge in eine Flasche zu packen, sonst können Sie die einzelnen Geschmacksrichtungen nicht mehr voneinander unterscheiden.

Hausgemachte Liköre – Reife & Zeit sind das Geheimnis!

Sobald du den Alkohol und deine Aromen ausgewählt hast, lege einfach los. Geben die Aromen direkt in den Likör oder in ein Glas- oder eine Flasche mit einem fest sitzenden Deckel. Bewahre den Behälter an einem dunklen Ort auf und lasse ihn bei Raumtemperatur stehen.

Wenn du keinen dunklen Schrank in deinem Haus hast, lege die Flaschen in einen Papierbeutel und schüttel oder drehe diese ein paar Mal am Tag.

Abhängig davon, wie stark die Aromen sind, musst du diese für einen Tag bis zu mehreren Wochen ziehen lassen. Die meisten Früchte benötigen zwei bis vier Wochen, damit der gesamte Geschmack auf den Alkohol übertragen wird, während Chilis, Knoblauch und die meisten frischen Gewürze nur ein paar Tage benötigen.

Wenn du zerdrückte Früchte benutzt hast, wird der Aufguss Sedimentstücke am Boden aufweisen. Um diese loszuwerden, füllt man einfach ein Sieb mit einem Kaffeefilter* aus und gießt die Flüssigkeit langsam durch.

Tipp: Versuche nicht, die Frucht weiterzuverwenden, die in den Alkohol eingeweicht ist – es wird keinen Geschmack mehr enthalten sein.

Empfehlung für Druiden

Auf der Webseite liköre-selber-machen.de findest du jede Menge Rezepte für leckere Liköre. Schau vorbei!

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Liköre selber machen – Anleitungen, Rezepte und Tipps

Ein wenig Süße hinzufügen

Zum Ansetzen eines Likörs kannst du gerne normalen Zucker verwenden. Allerdings schmeckt Kandis im Endprodukt einfach viel besser. Du kannst den Zucker direkt mit ins Glas. Eine Alternative ist ein Gemisch aus Wasser und Zucker.

Wasser und Zucker wird herbei zum Kochen gebracht und anschließend (kalt) mit dem Liköransatz gemischt.

Bügelgläser 5 Liter

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Abfüllen in Flaschen

Ich fülle meinen Likör nach der Reifung direkt in leere Flaschen* oder nutze von Anfang an Bügelflaschen*. Dein Likör kann in der Regel sofort getrunken werden, allerdings würde ich den edlen Tropfen noch 4-6 Wochen in den Flaschen reifen lassen.

Die meisten selbstgemachten Liköre schmecken wunderbar, wenn sie einfach direkt aus dem Kühlschrank serviert werden. Sie eignen sich aber auch sehr gut zum Aromatisieren einer frischen Tasse Kaffee oder über eine Kugel gutes Vanilleeis geträufelt.

Das Schöne an eigenen Likören ist: Sie können kaum etwas falsch machen! Experimentiere nach Herzenslust – und wenn das Ergebnis einmal nicht schmeckt, setze einfach einen neuen Likör an.

Letzte Aktualisierung am 15.04.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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