Die Bogenjagd – Das kleine Bogen-1×1 für Anfänger

Die Bogenjagd - Das kleine Bogen-1x1 für Anfänger

Pfeil und Bogen sind in der Survival-Szene so beliebt, weil sie sich seit Jahrtausenden als zuverlässiges Jagdgerät bewiesen haben. Mit einfachen Mitteln lassen sich Pfeile immer wieder nachbauen, um Beute aus der Distanz erlegen zu können – zumindest in der Theorie.

In diesem Ratgeber erfährst du, was geht und was nicht geht, welche Bögen für Anfänger zu empfehlen sind und wie du den Einstieg ins Bogenschießen findest.

Vorwort zur Bogenjagd

Wer nach dem folgenden Ratgeber auf die Idee kommt, mit dem Bogen loszuziehen, um Wild zu erlegen, sollte jetzt aufpassen.

Die Bogenjagd ist in Deutschland verboten. Die Bogenjagd fällt in Deutschland als Wilderei unter §292 des Strafgesetzbuchs und wird nach Paragraph 2 Satz 2  „als Tat in nicht waidmännischer Weise“ gewertet. In solch besonders schweren Fällen der Wilderei wird eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren verhängt.

Als Jäger darf man allerdings in einigen Ländern dieser Welt legal jagen. In Europa ist die Bogenjagd in Frankreich, Dänemark, Ungarn und Italien erlaubt. In den USA, in Kanada und in großen Teilen Afrikas ist die Bogenjagd ebenfalls erlaubt. Voraussetzung dafür, dass man in den europäischen Ländern mit dem Bogen jagen darf, ist ein gültiger Jagdschein.

Für alle Nicht-Jäger gibt es im deutschsprachigen Raum jedoch eine Alternative, die viele Anhänger hat. Die Rede ist vom sogenannten 3D Bogenschießen.

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Das 3D Bogenschießen

Das 3D Bogenschießen - Die Bogenjagd

Beim 3D Bogenschießen wird auf dreidimensionale Ziele geschossen, anstatt auf flache Zielscheiben, wie man sie beispielsweise von den Olympischen Spielen kennt.

Die Ziele im 3D Bogenschießen bestehen in aller Regel aus einem Kunststoffschaum und bilden Tiere ab. Einige Modelle der führenden Hersteller geben nicht nur die Proportionen der Tiere korrekt wieder, sondern sind obendrein realistisch angemalt und wirken echten Tieren zum verwechseln ähnlich. Die Tiere besitzen mehrere Zonen, die einen tödlichen Treffer oder eine Verwundung markieren. Die kleinste Zone, in der ein tödlicher Treffer landet, wird passenderweise auch „Kill“ genannt.

Jeweils ein Tier oder eine Tiergruppe aus Kunststoff bildet eine Station innerhalb eines Parcours. Im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche Parcours, die von Schützenvereinen betrieben und instand gehalten werden.

Die meisten Vereine gestatten allerdings auch vereinsfremden Bogenschützen gegen eine Gebühr den Zutritt zum Parcours. Ob es in deiner Nähe auch einen 3D-Parcours gibt, kannst du auf Google Maps nachsehen oder im Zweifelsfall beim nächsten Schützenverein erfragen.

Welche Bogenarten gibt es

Bogenschießen ist viel mehr als ein Flitzebogen aus Kindertagen.

Grundsätzlich werden folgende Bogenarten unterschieden:

  • Recurvebogen
  • Compoundbogen
  • Langbogen
  • Reiterbogen
  • (Armbrust)

Recurvebogen

Recurvebogen - Was ist das?

Die Wurfarme des Recurvebogens sind beim Schießen vom Schützen weggekrümmt – daher auch sein Name „Recurve“. Dadurch wird die Last beim Spannen des Bogens verringert, sodass der Bogen ruhiger gehalten werden kann. Der Recurvebogen ist der einzige Bogen, der im Olympischen Bogenschießen erlaubt ist.

Compoundbogen

Was ist ein Compoundbogen?

Der Compoundbogen ist der jüngste Bogen in der Liste. Der Vorgänger der heutigen Compoundbögen wurde 1966 in den USA erfunden. Compoundbögen nehmen mithilfe der sogenannten Camwheels (kurz: Cams) dem Schützen einen großen Teil der Zuglast ab. Diese Kurvenscheiben wenden das Hebelgesetz an, sodass der Schütze im Auszug nur einen Bruchteil des gesamten Zuggewichts halten muss. So können Compoundschützen ihr Sportgerät extrem ruhig halten und sich auf den Schuss konzentrieren.

Gleichzeitig sorgen die enormen Pfeilgeschwindigkeiten des Compounds für einen geraderen Pfeilflug und damit für einen präziseren Schuss mit geringen Wind- und Wettereinflüssen.

Langbogen

Langbogen - edc-test-online.de

Lang, puristisch, aber nicht einfach zu schießen: Das ist der Langbogen. Der traditionellste Bogen ist fast so lang, wie der Schütze groß ist und ist auch nach all den Jahrhunderten in seiner Gestalt noch unverändert. Betrachtet man ihn von der Seite, sieht er aus wie ein langgezogenes „D“, ohne Visiere, Stabilisatoren oder sonstige Hilfsmittel, die beim Schießen helfen könnten.

Obwohl einige moderne Langbogen mittlerweile eine Pfeilauflage bekommen haben, ist der Langbogen für Anfänger wesentlich schwieriger zu lernen als ein Recurve- oder ein Compoundbogen. Das gesamte Zuggewicht wird mit reiner Muskelkraft gezogen. Bei Langbögen, die keine Pfeilauflage besitzen, muss der Pfeil obendrein mit der Hand in der richtigen Position gehalten werden.

Nichtsdestotrotz: Der Langbogen versprüht einen ewig traditionellen Charme und vermittelt ein Schießgefühl, das auf das Wesentliche reduziert ist.

Reiterbogen

Der Reiterbogen sieht aus wie ein Recurvebogen im Kleinformat. Seine geringe Größe verdankt er seinem ursprünglichen Einsatzzweck. Als Reiterbogen musste er klein und handlich sein, um ihn auf dem Rücken eines Pferdes im Galopp manövrieren zu können.

Für Anfänger ist ein Reiterbogen nicht die richtige Wahl. Die geringe Größe macht es schwierig, den Bogen ruhig zu halten und ein konstantes Trefferbild zu erzielen.

Mit welchem Bogen sollte man anfangen?

Mit welchem Bogen sollte man anfangen?

Die meisten Bogenschützen fangen mit einem Recurvebogen oder einem Compoundbogen an, egal, ob sie damit auf Zielscheiben oder auf 3D-Schaumstofftiere schießen wollen.

Warum ist das so?

Der Recurvebogen ist sehr vielseitig. Mit ein paar Stabilisatoren und einem Visier kann er problemlos auf lange Distanzen in der Olympischen Disziplin geschossen werden. Ohne Zubehör kann er auch als sogenannter Blankbogen im 3D-Parcours geschossen werden.

Der Compoundbogen ist zwar etwas komplexer in seinem Aufbau, sorgt aber schneller für gute Schießergebnisse. Gleichzeitig ist seine Pfeilgeschwindigkeit so hoch, dass er für die Bogenjagd zu bevorzugen wäre, um das Wild zu erlegen.

Im deutschsprachigen Raum, wo lediglich Schaumstofftiere gejagt werden, kann es aber zu Komplikationen mit dem Gerät kommen. Einige Vereine sehen Compounds nicht so gerne auf ihren Parcours, weil die hohen Geschwindigkeiten und die Pfeilspitzen die Tiere schneller verschleißen als andere Bögen.

Einige der besorgten Parcoursbetreiber weisen deshalb auf lediglich einen in der Killzone gelandeten Pfeil pro Tier pro Compoundbogenschützen hin. Wenn nicht mehr eindeutig zu erkennen ist, ob es sich um einen Treffer handelt, weil die Zone unter dem regelmäßigen Beschuss schon gelitten hat, sollte man dann besser keinen zweiten Pfeil nachlegen.

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Erste Schritte und Fazit

Bevor du dich für einen Bogen entscheidest, solltest du unbedingt testen, ob dir das Bogenschießen überhaupt Spaß macht. Jeder Verein bietet dazu regelmäßig Schnupperkurse an, die dir die Grundlagen vermitteln.

Falls das Bogenschießen auch längerfristig für dich in Frage kommt, kannst du dir für die ersten Monate auch einen Bogen leihen. Gerade bei dem durchschnittlich relativ teuren Compoundbogen kannst du in einer Testphase mit geliehenem Bogen einen hochpreisigen Fehlkauf vermeiden.

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Bildverzeichnis:

https://www.shutterstock.com/de/image-photo/archer-isolated-on-blue-sky-background-103416407?src=m7ob5wBI8eOBfxifciDe-A-1-0 (Foto: Marcel Jancovic / Shutterstock.com)

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